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01.12.2016

Rückblick auf das Jubiläumsjahr

Rückblick auf das Jubiläumsjahr: Pomp and Circumstance für das „O,B,M"
Zwei große Konzerte mit insgesamt 3.000 Gästen, eine Festschrift mit 300 Seiten, zwei Probenwochenenden mit viel Engagement und eine Bootstour auf der Spree mit ebenso viel Freude – das Jubiläumsjahr des Orchesters der Berliner Musikfreunde (OBM) war gespickt mit tollen Events. Kein Wunder, konnte das OBM doch einen ganz besonderen Geburtstag feiern: 150 Jahre sind wir 2016 geworden – älter ist kein Laienorchester in Berlin!

Als das OBM 1866 aus der Taufe gehoben wurde, lebten Antonin Dvorak und Johannes Brahms noch – von beiden Komponisten hat das OBM unter der großartigen Leitung von Yukari Ishimoto im vergangenen Jahr mithilfe hochkarätiger Solisten Werke zu Gehör gebracht. So verzauberte Wen-Sinn Yang mit seiner Interpretation des Cellokonzerts von Dvorak im März 2016 nicht nur 1.850 Gäste im großen Saal der Berliner Philharmonie. Der Hochschullehrer aus München begeisterte bei den gemeinsamen Proben mit seiner musikalischen Leidenschaft und seinem pädagogischen Geschick auch das OBM selbst – ein unvergessliches Erlebnis.

Für Wen-Sinn Yang war es im Übrigen nicht das erste Mal, dass er mit dem OBM auftrat. Bereits Ende der 1980er Jahre machte er als junger Solist am Ende seines Studiums gemeinsame musikalische Sache mit uns – offenkundig hat Yang das frühere Zusammenwirken in ebenso guter Erinnerung behalten wie Daniel Gaede seinen Auftritt mit dem OBM Anfang der 1990er Jahre als junger Profi. Der ehemalige Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und heutige Professor für Violine in Nürnberg ließ sich jedenfalls nicht lange bitten, als die Anfrage aus der Hauptstadt kam, ob er im Jubiläumsjahr erneut zusammen mit dem OBM tätig werden wolle: Zusammen mit seinem hochtalentierten 16-jährigen Sohn Florian bot Gaede im Oktober 2016 im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt eine mitreißende Interpretation von Johannes Brahms Konzert für Violine, Violoncello und Orchester – besser kann Nachwuchsförderung nicht klappen!

Aber was wäre ein Geburtstag ohne Ständchen? Die Japanerin Yoko Wylegala – seit langem bekannt mit OBM-Dirigentin Yukari Ishimoto – hat eigens zum 150. Geburtstag eine Fanfare ("Liebes OBM“) komponiert, die im März 2016 im großen Saal der Philharmonie das Licht der Musikwelt erblickte. Das moderne Stück endet mit der Anweisung, den benachbarten Mitspieler freundlich zu grüßen, zu umarmen oder ein Küsschen zuzuwerfen. Nicht wenige Mitspieler mussten nach der Uraufführung das Bedürfnis unterdrücken, spontan die außerordentlich sympathische und unprätentiöse Yoko für ihr musikalisches Geschenk zu umarmen und ein kräftiges „O, B, M“ zu rufen, ganz so, wie es die Komponistin in ihrer Fanfare vorsieht.

Yoko Wylegala bedankte sich auf ihre Weise beim Orchester und spielte bei Robert Schumanns 3. Symphonie „Die Rheinische“ ebenso engagiert in den Geigen mit wie bei Edward Elgars „Pomp and Circumstance“. Den Text von Elgars Hymne ("Land of Hope and Glory“) sang das Publikum dann auch begeistert mit – die Übertitelungsanlage im großen Saal der Philharmonie machte es problemlos möglich. Klarer Fall, dass Elgars wunderbares Stück auch am Ende des zweiten Jubiläumskonzerts als Zugabe im Oktober 2016 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt ertönte, nachdem zuvor Edward Griegs Symphonische Tänze, Yoko Wylegalas Fanfare und das Doppelkonzert mit Vater und Sohn Gaede erklungen waren.

Dafür, dass vom Jubiläumsjahr mehr als nur schöne Erinnerungen übrig bleiben, hat nicht nur ein engagiertes Redaktionsteam aus dem OBM mit einer 300-seitigen Festschrift gesorgt (Exemplare können noch beim Vorstand zum Preis von drei Euro erworben werden). Das Jubiläum des OBM fand auch in regionalen und überregionalen Medien seinen publizistischen Niederschlag. So beschäftigte sich unter anderem der „Tagesspiegel“ ausführlich mit dem ältesten Berliner Laienorchester, das DeutschlandRadio Kultur sendete bundesweit ein halbstündiges Porträt über uns und in der „nmz“ (Neue Musikzeitung) erschien ein ganzseitiger Artikel über das OBM-Jubiläum.

Was bleibt zu sagen übrig? Ohne die professionelle, engagierte und geduldige Probenarbeit unserer langjährigen musikalischen Leiterin, Yukari Ishimoto, wäre das alles nicht zustande gekommen. Und ohne das gute Miteinander, ohne den Teamgeist des OBM, der nicht zuletzt auf der vom Vorstand spendierten Spree-Tour im Juli 2016 zu spüren war, wären wir gewiss nicht 150 geworden: Leinen los für die nächsten musikalischen Reisen!

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